29: KI-Kompetenz ohne Überforderung: Was Unternehmen fürs Wohlbefinden ihrer Teams tun können – mit Kenza Ait Si Abbou
Shownotes
KI soll uns die Arbeit erleichtern. Doch ausgerechnet Menschen, die besonders intensiv mit KI arbeiten, berichten häufiger von Stress und Belastung. Das zeigt der neue Work-Life-Wellbeing Report 2027 von Wellhub. Aber wie kann das sein? In dieser Folge spricht Host Sandra Strauss mit KI-Expertin, Unternehmerin und Autorin Kenza Ait Si Abbou darüber, wie wir KI sinnvoll in unseren Arbeitsalltag integrieren können, ohne uns dabei selbst zu überfordern – und was Unternehmen tun können, damit technologischer Fortschritt nicht auf Kosten der Mitarbeitenden geht.
Müssen wir wirklich jedes neue KI-Tool ausprobieren? Was passiert, wenn wir dank KI schneller arbeiten, aber dafür einfach noch mehr Aufgaben bekommen? Und wissen Führungskräfte eigentlich, wie viel KI-Kompetenz bereits in ihren Teams steckt? Kenza erklärt, warum klare Prioritäten, Eigenverantwortung und ihr 3-Cs-Framework – Clarity, Capability und Confidence – entscheidend sind, damit KI tatsächlich zur Entlastung und nicht zur Überlastung beiträgt. Hört jetzt rein und erfahrt mehr über Hands-on Maßnahmen für eine erfolgreiche KI-Transformation im Unternehmen.
Hier findet ihr den neuen Work-Life-Wellbeing Report 2027
Hier geht’s zu Kenza’s Podcast „AI & the Executive Table“
Erfahrt hier mehr über den Wellbeing Benefit von Wellhub
Habt ihr Fragen oder Feedback? Dann schreibt uns an podcast@urbansportsclub.com
Transkript anzeigen
00:00:02: Der HR Podcast für eine gesunde Unternehmenskultur und erfolgreiche New Work-Strategie.
00:00:14: Herzlich willkommen zu WhatsApp WellBeing, dem Podcast von Velhub Urban Sports Club!
00:00:19: Alle zwei Wochen schauen wir hier auf unterschiedliche Perspektiven rund um Gesundheit, Motivationen und Leistungsfähigkeit im Arbeitskontext.
00:00:27: Ich bin Sandra Strauss, Head of Wellbeing bei Velhup Urban Sports club und
00:00:30: freue
00:00:31: mich riesig, dass ihr heute wieder dabei seid.
00:00:34: Heute geht es um ein Thema, das aus der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken ist – künstliche Intelligenz.
00:00:39: KE soll Zeit sparen und lästige Arbeiten abnehmen und uns die Arbeit erleichtern.
00:00:44: Klingt erstmal super!
00:00:46: Funktioniert das auch wirklich so?
00:00:48: Genau darum geht's auch im neuen Work-Life Wellbeing Report von WellHub Urban Sports Club.
00:00:52: Bereits zum fünften Mal haben wir eine große Studie zum Thema Wellbeing durchgeführt.
00:00:57: Dafür wurden über fünftausend Beschäftigte in zehn Ländern befragt.
00:01:01: Dieses Jahr ging es vor allem um die Frage, wie sich die KI-Nutzung auf unser Wohlbefinden am Arbeitsplatz auswirkt.
00:01:07: Den Link zu dem Report findet ihr in unseren Shownotes.
00:01:10: Die Ergebnisse der Befragung zeigen etwas Spannendes.
00:01:13: Ausgerechnet die Mitarbeitenden, die besonders intensiv mit KI arbeiten berichten häufiger von Stress und Überlastung.
00:01:21: Wie kann das aber sein?
00:01:22: Und was können Unternehmen tun damit der Einsatz von KI ihre Mitarbeitende wirklich entlastet statt zusätzlichen Druck zu erzeugen?
00:01:30: Darüber spreche ich heute mit Kenza Eid Sie Abou.
00:01:34: Kenza ist Ingenieurin, KI-Expertin, Bestseller-Ortorin, Kino-Speakerin und Unternehmerin.
00:01:39: Es hat viele Jahre in Führungspositionen bei der Deutschen Telekom und IBM gearbeitet und berät heute mit ihrem Unternehmen Scalers Führungskräfte dabei, KI sinnvolle Unternehmen einzusetzen.
00:01:52: Über die großen Fragen und Herausforderungen, die KI für Unternehmen mit sich bringt, spricht sie auch in ihrem englischsprachigen Podcast AI and the Executive Table.
00:02:01: Den verlinkt ihr euch aber total gerne in den Shownotes!
00:02:05: Guten Morgen liebe Känzer!
00:02:07: Schön dass du heute hier bei uns im Studio bist und ich weiß es ein bisschen früh am Morgen.
00:02:11: Trotzdem möchte ich dir gerne die Frage stellen was hast du heute schon für dein Welping getan?
00:02:18: Guten Morgen und erst mal langsam dem anderen... Ja, tatsächlich habe ich meine Morgendäne und ein bisschen gymnastik Routine auf dem Boden gemacht.
00:02:31: Mache ich jeden Morgen so circa zwanzig Minuten.
00:02:35: das ist das allererste.
00:02:36: also statt Duschen und Kaffee was die Leute brauchen zum Aufstehen gehe ich in vier Füßler stand und den erst mal meinen rücken kur Katze und ja bei den Übungen paar Bauchmuskeln Plank Pushups Und dann bin ich wach.
00:02:52: Schön.
00:02:53: Ich höre das ja immer wieder, dass die Morgenroutine so heilig ist.
00:02:56: Das klingt bei dir auch so?
00:02:57: Dafür stehst du vielleicht sogar früher aus als du das vorher gemacht hast.
00:03:00: Ja
00:03:01: mega!
00:03:02: Die mache ich aber auch seit bestimmt zwanzig von zwanziger Jahren.
00:03:06: also das ist nichts jetzt vor kurzem erst entstanden sondern sehr lange und das hilft mir in den Tag zu starten nicht gestresst sondern Erst mal so langsam und dann trink ich Tee, in der Regel auch Kräuter-Tee am Morgen.
00:03:26: Also eigentlich gehört das Gegenteil von dem was die meisten erwarten würden.
00:03:32: Aber das brauche ich am morgen genau.
00:03:35: Kaffee kommt erst später.
00:03:36: Wunderbar!
00:03:38: Heute ist ja so ein wunderschöner sonniger Morgen und ich habe es tatsächlich auch wieder geschafft.
00:03:43: Ich habe zwei Hunde, ich wohne am Wasser und ich hab heute morgens einen wunderschönen Spaziergang gemacht.
00:03:49: Die Sonne ist aufgegangen das Wasser hat geglitzert und ich dachte mir, wie schön ist das?
00:03:54: Das Trag trägt einen wirklich wunderbar in den Tag!
00:04:00: Workout
00:04:02: Wellab hat gestern einen neuen Report veröffentlicht zum Status von Work-Life Wellbeing und insbesondere auch im Zeiten von KI.
00:04:11: Was macht es mit dem Wellbeing der Menschen?
00:04:15: Und wir haben herausgefunden, dass ausgerechnet die Mitarbeitenden, die ganz besonders intensiv mit KI schon arbeiten viel häufiger unter Stress und Überlastung leiden.
00:04:26: Dabei sollte KI ja eigentlich das Gegenteil bezwecken!
00:04:30: Ja...
00:04:30: was sagst du
00:04:31: dazu?!
00:04:32: Ja, ja.
00:04:34: Ich habe auch so ein bisschen gelacht jetzt nicht... ich erkläre gleich warum.
00:04:40: Tatsächlich war unsere Hoffnung und Erwartung bisher nicht.
00:04:44: übernehmt uns.
00:04:45: Genau das Gegenteil!
00:04:46: Das ist genau der Punkt.
00:04:48: Die übernimmt die Arbeit und dann haben wir mehr Zeit für uns.
00:04:52: Und die Studie kann ich total nachvollziehen.
00:04:56: hier geht es genauso.
00:04:58: Und wenn ich mich mit Menschen unterhalte, mit denen ich zusammen arbeite.
00:05:03: Die berichten auch das gleiche interessanterweise und dass hat damit zu tun, dass wir durch KI mehr können.
00:05:14: Wie schreiben schneller Angebote?
00:05:15: Wie schreiben schnellere Berichte?
00:05:17: Wie schreiben schnellere E-Mails, schnellere Präsentationen?
00:05:20: wie können schneller Brainstormen kommt schneller auf Ideen neuen Konzepten und deswegen nehmen wir uns mehr vor.
00:05:28: Ja, weil wir denken ja okay.
00:05:30: Ich kenne mit Claude relativ schnell irgendwie ein bisschen Pinkpong machen und dann habe ich halt einen Konzept runtergeschrieben zwei Seiten World Dokument.
00:05:38: Wenn ich das selbst von Anfang bis Ende machen muss dann dauert's länger.
00:05:41: Dann mache es nicht so schnell.
00:05:42: Das heißt ich nehme mir diese Idee erst gar nicht mehr vor Weil ich sage Boah meine To-do Liste ist voll genug Und jedenfalls So ist es bei mir oder mit den Menschen, mit denen ich gesprochen habe.
00:05:55: Die Studie ist sicherlich repräsentativer wenn ihr mehr Menschen gefragt habt aber so erklär' ich's in meiner persönlichen Erfahrung.
00:06:03: Ich nehme mich einfach vielmehr vor und das führt dazu dass sich ja trotzdem durchgetaktet bin trotz KI.
00:06:15: Gemessen am Output ist natürlich auch mehr da.
00:06:19: Klar für mich als Person jetzt, als Unternehmerin bin ich wahnsinnig produktiver.
00:06:25: Ja?
00:06:27: Wo ich schwer finde in großen Organisationen diese Produktivität tatsächlich so zu sehen.
00:06:33: Denn je größer der Organisation des Dugranulara die Arbeit aufgeteilt ist und du hast in der Regel als eine Person nicht end-to-end, irgendein Arbeitspaket.
00:06:45: Sondern du machst einen Teil davon und dann geht's an die nächste Instanz.
00:06:48: Dann wird wieder was gemacht, dann geht es an die nächsten Instanz, dann muss zwischendurch irgendjemand etwas genehmigen, dann irgendwas vielleicht ausgedruckt werden, weil es ein Stempel braucht.
00:06:58: Das heißt diese Prozess, der fließt nicht end to end.
00:07:02: Und deswegen merkt man diese Produktivitätsgewene in der Organisation nicht so gut als beim Individuum selbst?
00:07:10: Ein zweites Phänomen, was wir auch festgestellt haben.
00:07:12: Wir haben mit mehr als fünftausend Mitarbeiterinnen in zehn Ländern gesprochen und
00:07:16: verlinken
00:07:17: die Studie auch gerne in den Show Notes Und wir haben aber auch festgestellt, dass gerade von denen ... Wir nennen die die KI-Pioneers.
00:07:24: Die sich wirklich schon sehr intensiv mit dem Thema KI beschäftigen.
00:07:27: Häufig auch diejenigen, die ihren Kolleginnen vielleicht was dazu erklären.
00:07:31: Die sagen aber auch und Viertel von denen sagen, das sie fast täglich unter Burnout-Syntomen leiden.
00:07:37: Das ist natürlich eine dramatische Zahl.
00:07:40: Was du grade beschrieben hast, ist ja so ein bisschen... Wir nehmen uns alle mehr vor.
00:07:43: Wir können die Dinge parallel machen.
00:07:45: Es macht dir Spaß auszuprobieren, Dinge zu tun, die ich vorher nicht konnte.
00:07:49: Aber wie siehst du das?
00:07:50: Ist es auf Dauer gut oder sollten wir vielleicht doch nochmal kurz innehalten und überlegen, können wir die gewonnenen Zeit vielleicht auch anders einsetzen.
00:08:00: Ja, das ist tatsächlich der schwierige.
00:08:04: Ich glaube, wie immer, auch ohne KI gehört ganz viel Selbstdisziplin.
00:08:13: Der schwierigste Nein ist zu sich selbst!
00:08:17: Wir lernen mit Erfahrung, anderen Nein zu sagen.
00:08:21: Am Anfang der Karriere macht man alles, weil man sich beweisen muss, man möchte lernen und entwickeln kann.
00:08:27: Irgendwann fängt man zu sagen, nee das mache ich nicht mehr.
00:08:30: Und das Schwierigste ist sich selbst Nein zu machen.
00:08:33: Deswegen ist es auch so krass hier.
00:08:40: Weil das Tool haben wir im Zugriff!
00:08:43: Es hinter uns nix daran bevor wir schlafen gehen noch mal eine idee oder so.
00:08:51: Und schwupps ist ne stunde gegangen weil das erste ergebnis ist immer scheiße.
00:08:55: es wird erst besser mit dem pingpong.
00:08:58: nicht so ist nicht so meint ich nicht.
00:08:59: dass ist der kontext.
00:09:00: soll das heißt am ende verbringst du doch viel zeit damit und dass die Burnout-Symptome merken.
00:09:09: Da würde ich was zur Rückfrage stellen, habe Sie konkrete Beispiele?
00:09:12: Was die Leute berichten damit wir halt entlang überlegen...
00:09:15: Ja also wirklich Überforderung und Überlastungen.
00:09:18: Das Gehirn ist ständig in einem Dauermodus Und auch das sich so Grenzen überschreiten.
00:09:25: Lass uns vielleicht mal eine Rolle als Produktmanagerin nehmen Die in der Vergangenheit das Thema Coding überhaupt nicht wahrgenommen haben.
00:09:31: Jetzt, mit KI können Sie vielleicht einen Code auch schnell mal selber entwickeln und das führt dazu dass die gefühlte Wahrnehmung ist es gibt überhaupt keine Pausen
00:09:40: mehr.
00:09:41: in der Pause lasse ich noch selbst drei, vier, fünf KI-Agentinnen laufen.
00:09:45: Plus ich muss ja auch ständig die Ergebnisse überwachen.
00:09:48: Wer jemand der vorher für seine eigenen Arbeitsergebnissen so verantwortlich war, überwacht auf einmal die Ergebnisse vielleicht von Teammitgliederinnen aber auch von den KI-agenten und so ist das Gefühl einer ständigen Überlastung über Forderungen zu sagen bis zur kompletten Erschöpfung und diese Symptome fühlen sie fast
00:10:04: täglich.".
00:10:06: Ja!
00:10:07: Ja, also nachvollziehbar in dem Sinne von sehen dass wir mehr lernen können.
00:10:14: Mehr erreichen können.
00:10:15: deswegen machen wir mehr und das ist ja am Ende des Tages.
00:10:21: wie müssen die auch Grenzen setzen?
00:10:24: Und ich glaube wenn man mit der in der Nutzung bewusst Ein bisschen mehr Bewusstsein reinbringt und überlegt Moment mal.
00:10:31: Es ist zwar eine tolle Idee, aber brauche ich das jetzt wirklich?
00:10:34: Ist es wirklich notwendig und dieses Unterscheiden was es zwischen must have das brauche Ich hier zu meiner Arbeit zu erledigen eventuell um meine arbeit besser zu erlädigen Und was is nur nice to have dass es jetzt nicht cherry on the cake.
00:10:47: also Das team wird auch verstehen wenn ich nicht selbst einen code snippet schreibe.
00:10:53: Mein Job als Product Owner ist es, die Requirements zu schreiben.
00:10:57: Und vielleicht hilft mir die KI den Business in bessere Requirement, die Business-Anforderungen und bessere Requirements so übersetzen
00:11:05: oder
00:11:07: die E-Mail, die mir einen Entwickler schickt, dass ich sie besser verstehe und diese Übersetzungsrolle, die ich ja als Product owner erledigen muss, besser erledigt kann.
00:11:19: dann ist gut aber nicht weiter.
00:11:22: Dein Job als Job-Produkt ohne ist nicht cool zu schreiben.
00:11:26: Genau, ich meine es ist ja so ein Phänomen die machen's teilweise freiwillig ne?
00:11:31: Das heißt, wenn wir bei dem Punkt Disziplin und sich selber reinzusagen was du vorhin gesagt hast wie siehst du da die Rolle der Führungskraft?
00:11:38: Die beobachten das ja auch was da passiert.
00:11:41: Was kann eine Führungskraft tun?
00:11:45: Ja, also ich war selbst Mitarbeiter und Führungskraft.
00:11:49: Und bin durch alle Managementstufen durchgegangen.
00:11:55: Ich muss sagen wenn man diese neuen Perspektiven hat dann verschiebt sich ein bisschen das Verständnis von dieser Dynamik zwischen Mitarbeiter- und Fährungskraft.
00:12:08: Die Fährungskraft hat sicherlich eine Verantwortung dahin auf das Team zu achten, dass sie gut funktionieren und dass die Leute nicht über ihre Grenzen hinausgehen.
00:12:21: Gleichzeitig sitzt die Führungskraft nicht in jeder Aktivität, die ich tue.
00:12:26: Die guckt mir nicht den ganzen Tag auf die Schulter.
00:12:29: Und diese Führungskraft muss man sich auch fragen wie viele Leute hat sie in der Verantwortung?
00:12:34: Ja bei drei bis fünf bis weiß ich nicht acht Leuten hat's mal einen guten Überblick ab zehn no chance.
00:12:41: Und der Job einer Führungskraft, das was wir uns, sag ich mal nach dem Lehrbuch vorstellen.
00:12:47: Dass sie da ist für die Menschen, dass es in großen Organisationen überhaupt nicht der Fall.
00:12:52: Die Führungskraft ist da um die Systeme für die Organisation zu bedienen.
00:12:57: Ressourcenplanning, ressourcen Forecasting, Ressauzenmanagement, Excel-Tabellen, CAM-Systeme, SAP irgendwelche Systeme befriedigen Das ist das was die Führungenskräfte machen in großen Organisationen.
00:13:11: Well-Bean ihre Mitarbeiter ist fünf bis zehn Prozent.
00:13:15: Ist
00:13:16: ja eigentlich eine traurige Realität, ne?
00:13:18: Es
00:13:18: ist genau und deswegen sage ich das auch so explizit denn wir haben dann ein totale Verschiebung in den Erwartungen.
00:13:27: die Erwartung der Mitarbeitende ist meine Führungskraft muss mal
00:13:32: beschützt mich.
00:13:33: Genau sie beschützten mich.
00:13:35: es ist ihr Job die meine Belastung, meine Arbeitsbelastung zu steuern.
00:13:41: Wenn du aber diese Mindset-Shift machst und überlegst, wie viel Zeit hat sie überhaupt?
00:13:49: Wo sie die Ruhe hat, mich um mich zu kümmern.
00:13:52: Und du denkst, ihr hättest vielleicht eine halbe Stunde am Tag... Dann musst du gucken ist das realistisch, ist diese Erfahrung realistischer.
00:14:00: Insofern ich will nicht sagen, ich will die Verantwortung nicht von den Führungskräften wegschieben.
00:14:05: Ich möchte nur die Mitarbeitende klarmachen, dass sie eigentlich besser bedient sind.
00:14:13: Wenn Sie eine eigene Disziplin entwickeln und eher konkrete Sachen von der Führungskraft fordern.
00:14:19: Sprich wenn ich merke das ist zu viel Belastung dann muss ich mit meiner Funktion sagen Moment mal Das alles ist nicht schaffbar in einer Woche.
00:14:29: Das und das kann ich machen, das und das schaffe ich nicht.
00:14:31: oder entscheide du liebe Führungskraft Du priorisierst jetzt was ich tue.
00:14:37: Ähm, oder ich bin müde.
00:14:41: Ich brauche hier eine Phase, die ein bisschen ruhiger ist.
00:14:43: Oder ich brauche Urlaub!
00:14:44: Oder ich brauch einen Zerpetikel?
00:14:45: Oder ich braucht einen
00:14:46: Lehrgang?!
00:14:47: Kann ja auch sein... Auch in Zeitmanagement.
00:14:50: You name it!
00:14:51: Und ich glaube das darf man schon fordern als Mitarbeiter und darf irgendwann überrascht sein dass die Führungskräfte sogar froh darüber sind wenn man mit so ne Klarheit kommt.
00:15:06: Denn oft wird auch erwartet Ja, mein Chef wird das sehr wohl sehen.
00:15:10: Wo ich sage nein!
00:15:12: In Zeiten von Remote noch weniger?
00:15:14: Genau
00:15:14: in Zeiten von remote noch weniger ist auch der Punkt wenn wir früher alle im Büro saßen und du hast dich mit den Leuten in der Kantine den dann hast du sie in der Ticküche mal kurz getroffen.
00:15:23: Du hattest viel mehr airtime um auch so ein bisschen Gefühl zu kriegen.
00:15:29: Du siehst es am Gesicht an morgen wenn jemand ins Büro reinkommt Geht's dir gut?
00:15:34: Wenn du merkst, dass man das gestresst oder so.
00:15:36: Du hattest mehr Touchpoints und mehr Möglichkeiten, das zu erfragen.
00:15:39: Remote ist schwierig!
00:15:41: Remote muss Kommunikation geplant werden.
00:15:44: Du
00:15:44: brauchst einen Termin in Termikalendar damit der Stadt findet.
00:15:47: Das heißt wenn du diesen Slot nicht vorderst von deine Führungskraft dann würdest auch nichts zum Gespräch kommen.
00:15:53: Ich meine es ein wunderschöner Appell an Selbstverantwortung und Selbstführungen.
00:15:57: Und ich glaube wir können jetzt hier einfach unseren Zuhörerinnen mitgeben Probiert's einfach aus.
00:16:01: Ja, genau!
00:16:02: Klar, es erinnert euch gar nicht in fünf Minuten morgen mit eurer Führungskraft zu sprechen und sagen das brauche ich um aus der Überforderung herauszukommen?
00:16:10: Ja ganz genau.
00:16:11: also selbst die Antennen, die eigenen Antennen schärfen dass man merkt wann ist es too much?
00:16:19: Kennt ihr euch halt letztens das Vergnügen dich auf einer Kino zu hören?
00:16:21: und da hast du gesprochen zum Thema
00:16:24: Die
00:16:24: Teams können mehr KI als die Führungskräfte denken.
00:16:28: Was ist das, was die Mitarbeitenden vielleicht schon wissen?
00:16:30: Wovon die Führungskräfte gar keine Ahnung haben.
00:16:34: Ich glaube es geht weniger als keine Ahnung haben sondern viel mehr darum dass die Mitarbeiter ja auch im Privatleben diese Tools nutzt.
00:16:45: viele von denen sind ja auch kostellos also kostenlos erhält nicht in eine bis so ne bestimmte Grenze und alle haben das mal genutzt nur noch super selten.
00:16:58: Wenn ich in Konferenzen bin und frage, wer hat noch nie Chagivity genutzt, dass ein paar Hände hochgehen?
00:17:03: Egal wo vom Bäckerhandwerk bis zu Naturismusbranche, egal wo Großeltern und so die Nusses auch.
00:17:13: Insofern privat nutzen wir das und lernen immer mehr was die Dinger gut können und was nicht.
00:17:23: Dann kommen wir ins Büro am Montagmorgen Und da ist nichts.
00:17:28: Die Enterprise Tools sind noch nicht da oder einige sind da, aber die haben keine Zugriff auf Systeme, die ich aber brauche.
00:17:39: Okay, Mailzugriff und so, ich sag mal diese Individual Productivity was wir nennen alles mit Office, E-Mails Präsentationen, Minutes sowas Das ist in der Regel verfügbar, aber auch heute nicht überall.
00:17:55: Weil die Lizenzen eher trotzdem pro Mitarbeiter bezahlt werden und schon was kosten.
00:17:59: Und wenn das Unternehmen sich sieht, was kriege ich zurück?
00:18:02: Das ist eine Investition!
00:18:05: Aber darüber hinaus Sachen, die wirklich entlang der Wertschöpfungskette liegen... Da brauchst du auch andere Systeme, da brauchst Du Zugriff auf Systeme.
00:18:15: Da brauchste du gute Daten.
00:18:18: Eine gute Menge an Daten, aber noch eine gute Qualität an Daten.
00:18:22: Und wenn die KI in diesen entlangte Wertschöpfung keine Zugriff auf Systeme hat, die Daten sind noch nicht in Ordnung.
00:18:32: Die Prozesse fließen nicht end-to-end sondern du hast irgendwelche Medienbrüche dazwischen wo ich sagte da muss plötzlich ein Fax geschickt werden oder ein Dokument gedruckt werden was ein Stempel drauf sein muss Dann wird KI entweder auch nicht wirklich helfen.
00:18:50: Das heißt, du stoßt immer in irgendwelchen Grenzen und das ist das was ich meine dass die Öhrungskräfte oder die Organisationen hinterher hängen im Vergleich zu den Mitarbeitern weil die Mitarbeiter in der Nutzung sind in der Regel weiter Und diese strukturelle Themen müssen gelöst werden damit wirklich KI eingeführt unskalieren skalieren kann.
00:19:19: Und gleichzeitig, was für mich trotzdem klar ist, dass die Mitarbeiter auch Zeit brauchen zum Lernen?
00:19:29: Wir gehen auch oft davon aus, weil wir alle Chatty Pity privat nutzen.
00:19:34: wenn wir jetzt die Tools haben in der Organisation dann werden sie die Leute automatisch richtig nutzen.
00:19:39: Sie werden sie nutzen aber nicht unbedingt richtig nutzen.
00:19:41: und das ist da der Unterschied Insofern Angebote oder Trainings anzubieten und Zeit zum Lernen sind notwendig.
00:19:54: Ebenso wie eine Strategie, aber jetzt weniger im Sinne von einer super Glossy KI-Strategie sondern nur wozu das Ganze?
00:20:06: Was bedeutet KI für uns als Unternehmen?
00:20:09: Wie beeinflusst KI unsere Branche?
00:20:13: Was ist unser Unternehmensstrategie?
00:20:16: Und wie nutzen wir KI, um diese strategischen Prioritäten besser und schneller effizienter zu erreichen?
00:20:23: Und da so ein bisschen runterkaskadieren auf die Organisation fast bis zum Individuum.
00:20:31: Dafür brauchst du natürlich die Ebenen dazwischen.
00:20:34: Aber was wichtig für die Leute ist es, dass sie verstehen, wie verbessert KI mein Arbeitsalltag.
00:20:40: Wie verbessert es und vielleicht auch um Ängsten entgegen zu steuern?
00:20:44: Wie macht man mein Arbeitsalltag auch komplizierter oder nimmt mir meine Arbeit am Ende des Tages weg.
00:20:50: Ganz genau, das ist ein Elephant in the Room der in der Regel nicht angesprochen wird.
00:20:56: Führungskräfte stellen sich dahin und reden über Effizienzen und Kostenreduktionen und auch Growth.
00:21:04: Und Mitarbeiter hören das und denken nur, wenn die KI kommt, habe ich keinen Job mehr.
00:21:08: Diese Existenzängste.
00:21:10: Die muss man ernst nehmen.
00:21:12: Denn den meisten Jobs haben ja einen bestimmten Automatiserungspotenzial.
00:21:17: Und dann je nach Job ist dieses Potenzial höher oder niedriger?
00:21:20: Oder ist es nur eine Frage der Zeit?
00:21:22: Wie wir auch am Anfang dachten ... Zuerst werden repetitive Aufgaben automatisiert.
00:21:28: Wir sehen jetzt eigentlich ihre Kreativranche, die am meisten leidet.
00:21:32: Text, Bild All diese Sachen sind jetzt durch die generative KI.
00:21:38: Die haben das größere Problem, sag ich mal!
00:21:42: Insofern braucht es in der Organisation schon eine Analyse davon, welche Jobfamilien haben wir?
00:21:49: Das ist dann eher ein Aufgabe der Personalarbeit.
00:21:53: Welche Jobfamine haben wir und wie verändern Sie sich durch KI?
00:21:58: Was sind die Targets?
00:22:02: Job Profile sozusagen und wie bringen wir die Leute dahin?
00:22:08: Die Learning Journeys bauen.
00:22:12: Pro Jobprofile, dann ins Gespräch gehen und runterkaskadiert natürlich mit der Direktenführungskraft das Thema ansprechen Perspektiven zeigen, wenn es welche gibt und die können intern als auch extern sein.
00:22:29: Du hast
00:22:29: vorhin das Thema Lernen und Learning Journey angesprochen.
00:22:33: Was kann ein Unternehmen tun um rauszufinden?
00:22:36: Welche KI-Kompetenzen haben wir denn eigentlich schon?
00:22:38: Welchen brauchen wir noch, um dann in die richtige Richtung tatsächlich auf diese Learning Journeys aufbauen zu können?
00:22:44: Ja also an sich ist das... Teil der Workforce Planning, Aktivität die man sowieso in der Personal Abteilung stattfindet und was dabei hilft.
00:22:58: Und das merke ich jetzt auch in meiner Beratungsstätigkeit.
00:23:03: HR kann das schwer entwickeln wenn sie nicht wissen wohin geht die Reise mit KI in der Organisation?
00:23:12: Das heißt es gibt so ein Dreieck mit denen wir zusammenarbeiten.
00:23:20: Clarity, Capability, Confidence – das ist unser Framework!
00:23:25: Alle drei gehören zusammen.
00:23:26: Clarity im Sinne von Governance, aber eher im Sinne Rollen und Verantwortlichkeiten.
00:23:32: Wer macht was?
00:23:33: Wer darf etwas?
00:23:34: Wer haftet für etwas?
00:23:34: Was sind die Risiken wenn man KI einführt in verschiedenen Bereichen?
00:23:38: Und das muss klar sein für die Adoption.
00:23:40: Confidence ist ja Operating Model also der Prozess.
00:23:43: Wenn ich eine Idee habe von AI Use Case, was passiert ab dann?
00:23:48: Wie kriege ich das gebaut?
00:23:49: wie kriegst du finanziert?
00:23:50: Wie wird es gebaut getestet in live gegangen?
00:23:54: Und die Capability ist ja das Lernen damit umzugehen.
00:23:58: Im Sinne von von Trainings, so... Damit ich aber Learning Journeys entwickeln muss sich die Target States kennen.
00:24:06: Die
00:24:06: Target States kenne ich nur wenn ich weiß was meint diese Organisation mit KI?
00:24:11: Wozu nutzen wir KI?
00:24:14: für welche Bereiche in der Produktion wo auch immer und abgeleitet daraus gar nicht verstehen.
00:24:20: okay Was brauche an Skills, an Capabilities um dieses Ziel zu erreichen.
00:24:27: Dann kann ich die Target-States bauen und sie haben sofort Hard Skills als auch Soft Skills Ja?
00:24:33: Und Soft Skills möchte ich challenging sind härter als die Hard Skills.
00:24:36: Also manchmal schon!
00:24:39: Es ist
00:24:39: Zeit, dass wir diese Adjektive umdrehen.
00:24:41: ja also es ist teilweise einfacher irgendwas Inhaltliches zu lernen als Soft Skills.
00:24:48: insofern da entwickelst du dann deine Learning Journeys.
00:24:51: Also wenn du die Target Stays kennst, dann kannst du die Learning Journey entwickeln.
00:24:55: und deswegen ich finde es super schwer das nur aus HR zu entwickeln.
00:25:02: Wenn du nicht weißt was die Organisation damit meint?
00:25:05: Was die IT plant auch an neue Tools, an neuen Lösungen.
00:25:12: Die Menschen müssen ja auch lernen, mit diesen Tools umzugehen.
00:25:15: Insofern muss da eine total enge Zusammenarbeit zwischen Business, ID und HR... ...um diese Organisationsbefähigung entwickeln zu können.
00:25:29: Jetzt ist es ja meistens so, dass die Teams sehr divers sind.
00:25:32: Manche im Team sind vielleicht schon sehr weit mit dem Thema KI, fühlen sich sehr konfident und sehen dem sehr positiv entgegen.
00:25:38: Andere sind total skeptisch, sind noch ganz am Anfang.
00:25:42: Wie kriegt man das hin, dass man so ein Team gemeinsam mit auf die Reise nehmen kann und nicht dafür sorgen, dass die einen komplett überfordert sind?
00:25:49: Und die anderen aus Angst vielleicht auch gar nicht mehr was sagen.
00:25:53: Was ist eine gute Lösung um mit einem Diverse-Team die nächsten Schritte zu machen?
00:25:59: Äh darüber reden!
00:26:02: Einmal so einfach,
00:26:03: oder?!
00:26:07: Ja ja und tatsächlich klar auch hier.
00:26:10: Elephant in the room benennen Ja, das kannst du... Es muss ja in einem vertrauensvollen Unfall sein.
00:26:17: Das heißt es kannst du noch auf Team-Metting Ebene machen an sich also die Führungskraft mit dem unmittelbaren Team auch darüber reden versuchen offen darüber zu reden.
00:26:28: okay die motiviert sind, können gerne ihre Erfahrungen teilen.
00:26:33: Man kann auch Zeit einplanen, dass sie den anderen Sachen beibringen.
00:26:37: Also unter Piers funktioniert sowieso besser.
00:26:40: Die, die skeptisch sind muss man ermutigen, dass Sie über Ihre Skepsis reden.
00:26:45: Warum sind Sie skeptisch?
00:26:48: Und daraus kann man viel lernen!
00:26:51: Unsere Reaktion ist... ist, dass wir sie wie Blockierer irgendwie ... kompliziert wahrnehmen.
00:27:01: Aber ich sag nie, hör mal richtig so was die sagen.
00:27:04: und wenn wir mit Unternehmen arbeiten sprechen wir ja mit verschiedenen Menschen und da sind bestimmte Muster, die wir immer wieder hören.
00:27:12: Was
00:27:13: sind das für Muster?
00:27:14: Guck
00:27:14: mal!
00:27:15: Ich hab keine Zeit.
00:27:18: Und wenn du genauer hinhörst... Alle haben acht Stunden am Tag, so im Durchschnitt.
00:27:26: Wie diese acht Stunden per Tag priorisiert werden, darüber kann man reden.
00:27:32: und auch wieder eine Frage eigentlich vom Ressourcenplanning also eher der Führungskraft.
00:27:36: Das heißt wenn wir den Leuten keine Zeit in die Kalender einplanen damit sie lernen werden Sie es nicht tun.
00:27:42: Wir können nicht erwarten dass sie das am Sonntag machen.
00:27:46: Dann hast du Muster wie.
00:27:49: ich weiß gar nicht was das mit mir zu tun hat, mit meiner Arbeit.
00:27:56: Und auch hier ... Wenn du das nicht übersetzt, wir hatten vorher kurz drüber gesprochen wie die Kaskade von oben nach unten, der KI-Strategie bis zum einzelnen Mitarbeiter.
00:28:07: Wenn Sie nicht wissen, wie hilft mir das in meiner täglichen Arbeit?
00:28:10: Dann werde ich auch nicht nutzen!
00:28:11: Weil ich muss erst mal Zeit investieren um zu lernen, wie es mir hilft.
00:28:16: Das dauert.
00:28:17: Wenn man mich in die Hand nimmt dann geht's schneller.
00:28:19: Da nutze ich's eher.
00:28:21: Ich hab's vorher probiert, es hat nicht funktioniert.
00:28:23: Auch ein anderes Muster.
00:28:25: Alte Erfahrungen?
00:28:26: Ja natürlich jeder der in Chatbot vor zehn Jahren probiert hat war unzufrieden.
00:28:30: Heute Game Changer.
00:28:32: also das hat sich einiges getan die Technologie entwickelt sich weiter.
00:28:35: eine alte Erfahrung heißt nicht dass es heute immer noch so ist und insofern wenn man so ne psychological safety ist vielleicht ein buzzword aber absolut notwendig hier.
00:28:48: Die Menschen müssen sich sicher fühlen, dass sie solche Sachen ansprechen.
00:28:53: Und die Führungskraft tatsächlich hat hier die Aufgabe dieses Space zu kreieren, diese psychologische Sicherheit, das die Menschen ihre Bedenken äußern ehrlich und dass die Föhrungskraft auch ehrlich damit umgeht.
00:29:09: Vieles kann man lösen, vieles kann
00:29:11: nicht lösen.
00:29:12: Dass man da auch sagt ich verstehe?
00:29:16: Ich fühle mit dir Das und das kann ich machen.
00:29:20: Das kann ich aber leider auch nicht, ne?
00:29:21: Also es ist über meine Fähigkeit oder das was ich darf Ich kann's mitnehmen weiter besprechen Trotzdem den Fokus darauf lenken Was können wir in unserem Team verändern Und dass sich schon mal viel!
00:29:37: Es wird sicherlich alle Probleme lösen wie gesagt.
00:29:40: Aber ein Austausch unter Piers, ne Dass man voneinander lernt Zeit dafür reserviert und dann Sachen, die darüber hinausgehen von anderen Ebenen fordern.
00:30:00: Ja einfach darüber reden also am Ende des Tages wenn man es nicht anspricht und explizit anspricht dann bleibt nur die Frustration.
00:30:09: Jetzt ist es ja tatsächlich so, dass die Entwicklungen so wahnsinnig schnell sind und man möchte wissen was passiert.
00:30:14: Und was entwickelt sich alles weiter?
00:30:16: Hast du manchmal auch das Gefühl zu sagen ich verliere den Fokus weil... Ich möchte ja mit den Veränderungen Schritt halten!
00:30:22: Wie gehst Du damit um?
00:30:23: mit diesem Tempo, mit dieser Geschwindigkeit an Veränderung, die der Tag klicklich passieren?
00:30:28: Also aus einer Mischung aus Disziplin und Priorität Priorisieren.
00:30:39: Ich fange mit priorisieren an, es ist wichtig ehrlich mit sich selbst zu sein.
00:30:45: Ja was mache ich jetzt?
00:30:47: und die Disziplin so haben dem Resten einzusagen.
00:30:50: also das gehört so ein bisschen zusammen.
00:30:53: und
00:30:54: Erwartungsmanagement ja Es passiert so viel Es kommt ständig irgendwelche neue Tools Und wenn ich erwarte dass ich on top ob er sein werde, dann kann ich nur unglücklich werden.
00:31:09: Ich glaube auch hier explizit entscheiden... Ich mache bei bestimmten Sachen nicht mit.
00:31:18: Ja die neuen Entwicklungen jetzt gibt es einen neuen Algorithmus oder das neue Tool und alle wollen probieren weil es besser ist.
00:31:26: und ich sage nein ich entscheide mich explizIT.
00:31:29: auch wissen dass es nicht besser ist.
00:31:31: Ich nutze es nicht weil sonst renne ich nur von einem Tool zum nächsten.
00:31:35: Und mach nix richtig.
00:31:37: Auch
00:31:37: hier, nehmt das was heute ist auch wenn es nicht perfekt ist.
00:31:40: du wirst trotzdem besser bedient sein wenn du das nutzt und haltet dran fest ein zwei Jahre.
00:31:47: Und lass dich nicht dieses Fomo...
00:31:49: Ja, nicht jedem kennt einfach mit.
00:31:50: Genau!
00:31:51: Es kommen neuen Tools die noch besser sind und dann tendieren wir das so ah da nehmen wir das.
00:31:55: Dann hast Du wieder die Rüstseiten killen Dich.
00:31:58: Migrationen.
00:32:00: Neue.. auch du musst lernen mit dem neuen Interface umzugehen.
00:32:05: Das sind Rüstseiten, die sind extrem teuer.
00:32:08: Deswegen lieber auf ein bisschen Performance verzichten aber dafür irgendwie länger, da bist du tatsächlich am Ende des Tages produktiver und die Performance ist besser als wenn du schnell von einem zum nächsten springst.
00:32:20: Und um das zu machen braucht es Disziplin weil wie gesagt Die ganze Medienlandschaft und alles was wir von außen kriegen diese ganzen Trigger kreieren so einen Fomo
00:32:35: und
00:32:35: sich dagegen zu schützen.
00:32:36: Und sie sagen stopp, nein!
00:32:40: Ich hab gerade gelernt mit diesem Tool umzugehen und das funktioniert.
00:32:43: oder ich habe gerade gelernt diese Agenten zu bauen.
00:32:45: ist es vielleicht nicht latest hot shit aber es funktioniert.
00:32:50: Ich bleibe jetzt erstmal dabei für x-monat.
00:32:53: ich kann mich auch vornehmen wie lange und alles anderen einfach ausblenden.
00:32:57: Du hast gerade Priorisierung gesagt, aber manchmal geht es ja auch um Orientierung.
00:33:01: Und wir haben in der Studie auch gelernt dass so eine klare Richtlinie zum Thema KI den Menschen auch Sicherheit geben kann und da nochmal so ne andere Ruhe reinkommt.
00:33:12: Was glaubst du?
00:33:13: wie schaffen Unternehmen das beides zu erreichen?
00:33:16: Klare Regeln Aber trotzdem auch noch ein bisschen Freiraum kreativ auszuprobieren auf neue Lösungen zu kommen.
00:33:22: was ist da so'n guter Mix?
00:33:26: Du, das ist überhaupt kein Widerspruch.
00:33:30: Ich habe vorhin erklärt unsere Rahmen Clarity, Capability, Confidence.
00:33:36: Clarity ist ja diese Klarheit die wir ansprechen.
00:33:38: für uns hat das mit einer guten Governance zu tun und wenn du die Governance by design baust Ja und die Hand in hand auch mit dem Operating Model geht dann kannst du ja sehr gut definieren was sind die Bereiche die low risk sind.
00:33:57: Weil alles, wo wir als Unternehmen feststellen da ist ja wenig Risiko drin.
00:34:01: Dann kriegen die Leute Freiheit.
00:34:03: dann sag ich da macht was ihr wollt
00:34:05: aus.
00:34:07: Die Sachen, die mit medium risk sind und sagen das könnte knifflig werden.
00:34:12: Ich brauche jemanden der dieses risiko erstmal bewertet und sagt was wir tun.
00:34:16: Da hat man prozess Und dann kann man sagen da is ein bisschen weniger freiheit.
00:34:19: Ja ihr habt eine tolle idee aber meldet das bitte die Leute, die Experten sind.
00:34:28: Die Cross Functions gehen das mal durch und prüfen wie hoch das Risiko ist.
00:34:33: Und dieser Prozess ist transparent!
00:34:36: Im besten Fall gibt es auch klare Kriterien für das Risikoprüfung.
00:34:41: Wenn man eine Risikotaxonomie entwickelt dann diskutiert man nicht bei jedem Fall von Adam und Eva sondern... Die Kriterien sind ja klar, man kommt relativ schnell zu einer Bewertung.
00:34:52: Das ist Medium Risk und bei Medium Risk muss die Person gefragt werden, dass sie es freigibt.
00:34:57: Aber dann wieder Freiheit!
00:34:59: Und bei High-Risk das Gleitende muss ich mir überlegen ... Okay, bei Hochrisiko-KIUs-Cases müssen wir viele Abteilungen einbinden.
00:35:08: Die müssen auch noch mal das Risiko prüfen oder die Maßnahmen.
00:35:11: Die sagen, okay, das dürft ihr nur machen wenn das und das
00:35:15: erfolgt ist?
00:35:16: Und irgendjemand gibt einen Sign-off, in der Regel dann auch wieder Topmanagement und da darf es gemacht werden.
00:35:21: Insofern sind Regeln nicht unbedingt konträr zur Freiheit?
00:35:27: Aus meiner Sicht sind die Regeln sollen ja klären was darf man in welcher Umgebung mit welchen Daten, mit welchem Tourist, mit welche Ressourcen und diese Strukturen zu bauen.
00:35:41: das ist das was Speed verursacht, dass so schneller läuft.
00:35:49: Das was die meisten decken ist ja nicht wenn wir ein Prozess haben oder Governets haben dann sind wie langsamer.
00:35:55: genau das Gegenteil ist richtig klar.
00:35:57: es ist am Anfang eine Planungsarbeit und Verhandlungsarbeit.
00:36:02: teilweise Ja Wenn man die begleitet geht's auch ein bisschen schneller als wenn man die alleine arbeiten lässt.
00:36:08: aber das macht so einmal
00:36:11: Genau.
00:36:12: Ich möchte doch einmal so einen Blick in die Zukunft wagen.
00:36:16: KI wird ja weiter unseren Arbeitsalltag verändern, beeinflussen.
00:36:21: Gibt es was, worauf du dich ganz besonders freust?
00:36:24: Und gegenteil gibt's auch etwas wo du sagst da blicke ich vielleicht auch ein bisschen mit Sorge in der Zukunft.
00:36:30: Ja teilweise haben wir die Aspekte schon besprochen.
00:36:33: also klar ich freue mich darüber wenn ich super Repetitive Aufgaben nicht machen und das ist heute auch schon so.
00:36:41: Ich freue mich natürlich noch mehr darüber, wenn wir das in der Medizin vielmehr nutzen können diese Technologie weil es ein Game Changer ist.
00:36:49: Dann können
00:36:51: wir vielleicht über Prävention sprechen und nicht nur in Krankheit verwalten.
00:36:55: Genau!
00:36:56: Wenn es schon zu spät ist.
00:36:59: Insofern würde ich mich mehr freuen... Und die Risiken, die ich sehe.
00:37:05: auch da haben wir ein bisschen angesprochen.
00:37:09: Das Thema dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit auslagern und das wir uns von unseren eigenen Körpern so ein bisschen getrennt haben jetzt als Menschheit so ein bissel und davon der Natur viel mehr getrennte haben.
00:37:25: und aus meiner Sicht muss es kein Widerspruch sein Ja, in einer technologisierten Gesellschaft zu leben und gleichzeitig ... eine Waldbaden gehen.
00:37:38: In den Wald gehen und spazieren und dem eigenen Körper zuhören und merken okay mein Puls ist jetzt schneller.
00:37:44: also dieses Gespräch tut mir nix Gutes.
00:37:47: irgendwie muss tief einatmen ausatmen weiß ich nicht mal um im Meeting oder was sagen Leute kurz raus auf Toilette und da schreien I don't know.
00:37:59: Aber ja, so ein bisschen wieder näher an uns selbst kommen.
00:38:05: Ein wunderschöner Schlusssatz!
00:38:06: Waldbaden in Zeiten von KI.
00:38:08: ich liebe es.
00:38:10: Wir sind aber noch nicht ganz am Ende.
00:38:12: wir haben noch eine Rubrik am Ende das sind die Hacks und Flops.
00:38:18: Thema KI- und Arbeitswelt.
00:38:21: was ist da so'n Hack?
00:38:23: Und was is'n Flop aus deiner Perspektive?
00:38:29: Der Heck wäre vielleicht ausprobieren.
00:38:33: Ein Flop verantwortungslos.
00:38:40: Ja, also sind die zwei Medaillen so ein bisschen ...
00:38:45: Und du bist wieder bei der Selbstverantwortung in deiner Antwort?
00:38:48: Das sind beides Themen, die für mich persönlich... Genau.
00:38:51: Für das Individuum Selbstverantwortung, für eine Organisation und gesellschaftliche Verantwortung tragen.
00:39:00: Klar, die Technologie ist da und sie kann viel Tolles aber wir sehen dass wenn man diese gesellschaftlichen Verantwortung nicht trägt, dass es daneben läuft und das geht nicht.
00:39:10: Zu Ende würde ich total gerne mit dir zusammen noch mal zusammenfassen für unsere Zuhörerin, was wir heute besprochen haben.
00:39:16: Und... Ich bin ja schon ganz fasziniert, dass wir so die ganzen großen Themen aufgemacht haben und jetzt nicht über KI-Tools im Einzelnen gesprochen haben.
00:39:22: Ich finde, das hat mich aber ganz besonders bewegt und unterstützt gerne, wenn ich etwas nicht ganz wiedergebe.
00:39:29: Aber du hast viel über Selbstverantwortung gesprochen und zu sagen, ich bin für mich verantwortlich zu sagen Nein es ist zuviel!
00:39:39: Probier bestimmte Dinge vielleicht gar nicht aus und bleibe erst mal beim Tool, um so ein bisschen langfristig in die Entwicklung oder in die Weiterentwicklung reinzugehen und den Nutzen des Tools für mich zu gestalten.
00:39:52: Aber auch geh proaktiv auf deine Führungskraft zu helf mir bei der Priorisierung und hilft mir vielleicht auch bestimmte Dinge nicht mehr zu tun.
00:40:01: Also dieses ganz große Thema Selbstverantwortung, was im Zeiten von KI glaube ich noch mal viel wichtiger ist als es vielleicht jemals gewesen ist.
00:40:11: Dann hast du so ein schönes Dreieck angesprochen.
00:40:14: Möchtest du es vielleicht einmal noch mal kurz sagen, dass wir die Begriffe richtig hier im Raum stehen?
00:40:17: Yeah.
00:40:18: Clarity capability confidence – leider in Englisch mit den C's ist einfacher.
00:40:22: Ja genau und ich glaube das ist doch ein wunderschönes Dreik was sowohl die Firma anwenden kann aber auch wieder echt für mich als Einzelnen wenn ich in der Situation bin und Dinge ausprobieren möchte oder vielleicht auch Dinge vorantreiben möchte.
00:40:34: zum Thema KI Und dann finde ich, hast du auch noch mal sehr eindrücklich darüber geredet.
00:40:39: Wie wichtig es ist, dass wir uns als Organisationen aber auch als Eins eine Person fokussieren.
00:40:45: Wofür machen wir KI eigentlich?
00:40:48: Was soll's am Ende bringen und wie kann das auf unsere Unternehmensstrategie einzahlen um jetzt nicht so als Selbstzweck einfach Dinge auszuprobieren und sich so ein bisschen random treiben zu lassen sondern bleib bei deiner Strategie und überleg dir wie kann die KI dabei helfen langfristig auch deine Ziele zu erreichen?
00:41:04: Absolut, absolut.
00:41:05: Also das hast du toll zusammengefasst.
00:41:07: Gibt es noch etwas was ich gerade vergessen habe?
00:41:13: Vergessen nicht
00:41:14: aber vielleicht ein Kommentar weil also gesagt hast bleib bei dem Tool wo
00:41:22: du bist und
00:41:22: jetzt lass dich nicht überfordern von dem was es alles gibt hab ich in den Moment gedacht Hm, nicht dass das jetzt so ankommt.
00:41:29: Also würden wir sagen, die probiert nicht.
00:41:30: Experimentiert nicht!
00:41:32: Ich glaube, das ist ... Wollte ich nur
00:41:35: noch mal
00:41:35: sagen... Offen bleiben?
00:41:37: Nur sich nicht überfordern lassen.
00:41:39: Anhand der Risikoeinschätzung auf jeden Fall ausprobieren aber auch erst mal sagen, ich muss nicht jeden Trend sofort mitgehen.
00:41:46: Ja, wunderbar.
00:41:48: Herzlichen Dank!
00:41:49: Sehr gerne, danke für die Einladung und ich nutze jetzt auch die Chance.
00:41:54: Ich habe auch einen eigenen Podcast.
00:41:56: vielleicht Wer mag, kann auch zuhören.
00:41:59: Es geht auch um KI und diese strategische Komponente.
00:42:01: Ja den verlinken wir euch natürlich total gerne hier in den Schau nutzt!
00:42:05: Vielen Dank!
00:42:06: Wunderbar... Das war's für heute mit unserer neuen Folge zum Thema KI-Kompetenzen und Kenza AIci Abo.
00:42:18: Vielen dank fürs Zuhören.
00:42:20: Ich hoffe die Folge hat euch gefallen Und wie immer freuen wir uns über eine Bewertung.
00:42:25: oder wenn ihr unseren Podcast Freundinnen oder Kolleginnen weiter empfehlt Und wenn ihr ein Thema habt, das euch besonders interessiert, schreibt uns eure Idee sehr gerne unter podcastaturmsportsclub.com.
00:42:37: Noch mehr spannende Erkenntnisse zum Thema KI und Wohlbefinden am Arbeitsplatz findet ihr auch in unserem neuen Work-Life Wellbeing Report – den Link dazu gibt's in den Show Notes.
00:42:46: Schön dass ihr dabei wart!
00:42:47: Wir hören uns in zwei Wochen wieder.
00:42:49: Bis dahin.
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